Na, habt ihr mich schon vermisst? :D
Unter der Woche habe ich wohl wenig Lust und Zeit Neues auszuprobieren. Also werden Sonntag abend Wecken (für die ,,Nicht-Schwaben" Brötchen) gebacken, man will ja schließlich die Kenwood nicht einstauben lassen. Außerdem will ich endlich sehen, was die Kenwood soviel besser kann als ihre Konkurrenz was das Kneten von Hefeteig angeht.
Zuhause habe ich von einer Getreidemühle hier in der Nähe eine Mehlmischung für schwäbisches Bauernbrot, das kommt heute zum Einsatz.Die Mischung besteht aus Weizenmehl, Roggenmehl, getrocknetem Sauerteig und Salz.
Hier das Rezept:
500 g Mehlmischung
300 ml lauwarmes Wasser
14 g frische Hefe
2 TL Backmalz
1 TL Schweineschmalz
Das Mehl gebe ich komplett in die Schüssel, in die Mitte eine Kuhle, dort hinein die Hefe zerbröseln, das Backmalz und etwas warmes Wasser.
Für ca 10 Minuten stehen lassen, die Hefe löst sich auf, es bilden sich Blasen.
Das restliche Wasser hinzugeben und auf Stufe ,,Min" vermischen, dann auf Stufe 1 ca 10 Minuten kneten lassen.
Den Teig zusammenschieben, mit Mehl bestäuben und ca 1/2 Stunde an einem warmen Ort gehen lassen.
Das ist mein ,,warmer Ort".
Der Teig wird an die Heizung gebettet. Das ist im Sommer selten notwendig, im Winter kann man sich dazusetzen.
Nach 10 Minuten sehe ich neugierig nach der Schüssel. Diese ist kalt, ebenso die Heizung. Also Plan B. Wo ist noch ein warmer Ort? Unsere 2. Heizung ist unsere TV- und Internet Box, große flache Oberseite, Schüssel drauf, perfekt :D und siehe da, 10 Minuten später passiert was in der Schüssel.
Nach insgesamt 30 Minuten warm kommt der Teig aufs Brett zum Weiterverarbeiten. Da vorallem Julian die Herausforderung sucht gibt es heute Kaisersemmeln. Der Teig wird in 9 gleiche große Stücke á 100 g geteilt und wie im Video von backe, backe Ofner rundgeschliffen.
Nach kleineren Anfängerschwierigkeiten funktioniert das einwandfrei!
Tipp: wenig Mehl und nicht aufgeben. Den Teig solange mit Kraft bearbeiten bis er leicht klebt, dann läuft die Kugel in der Krallenhand von allein!
Die Teiglinge nochmals für 10 Minuten abgedeckt ruhen lassen und los gehts ans Semmelnschlagen!
Julian hat sich daran probiert (das Ergebnis ist wie erwartet *hust), ich habe testweise je 2 der Wecken verschieden eingeschnitten und 2 so gelassen.
Die 3 oben sind Kaisersemmeln, die 2 Mitte links einmal mit dem Schluss nach unten und einmal nach oben.
Der Backofen wurde auf 250°C aufgeheizt, das Blech in den Ofen und einen guten Schluck Wasser auf den Boden gegeben, 5 Minuten später nochmal. Der Wasserdampf sorgt wohl für die perfekte Kruste. Habe ich zuvor auch noch nie gemacht, bin gespannt. Weitere 5 Minuten später den Wasserdampf entweichen lassen und die Wecken 8 Minuten auf ca 200°C fertig backen.
Das Ergebnis lässt sich sehen! Knusprige, fluffige Wecken, so stelle ich mir das vor. Die Unterseite schön kross.
Fazit zum heutigen Test:
Mit der kleinen Menge Teig kommt die Kenwood sehr gut zurecht, kein Zurückschieben des Teiges, kein Nachhelfen nötig. Die große Schüssel bietet außerdem genug Platz um den Teig gehen zu lassen.
Brot bzw Wecken backen geht eigentlich schnell. Gesamtaufwand knapp 2 Stunden. Arbeitszeit höchstens 30 Minuten. Es sind viele kleine Schritte, mal sehen wie sich das im Alltag umsetzen lässt.
Wofür es sich auf jedenfall lohnt selbst zu backen, das Grinsen nach dem Reinbeißen in diesen frischen, leckeren Wecken. Ein Teil davon wird nach dem Abkühlen eingefroren, mal sehen wie die danach schmecken.
Und zum Schluss: es hat großen Spass gemacht die Wecken zu formen. Das Rundwirken ist wirklich nicht schwierig, lässt den Teig Spannung bekommen und etwas Neues zu lernen, was dann noch funktioniert finde ich immer gut. Was wie Ihr anhand der Bilder seht nicht so gut geklappt hat war das Semmelnschlagen. Da macht wirklich die Übung den Meister und Julian ist nunmal Zimmermann und kein Bäcker :D
Welche Form findet Ihr eigentlich am Schönsten? Julian gibt eine Stimme für die Kaisersemmeln. Mir gefällt der Glatte am Besten.
Viel Spass beim Nachbacken, Lena und Julian
Heute gibts ein schnelles Abendessen und den ersten Einsatz vom Mixer: Flädleteig.
Der Tipp, den Teig im Mixer zu machen, kommt aus dem Netz und will natürlich erprobt werden.
Mixer zusammen bauen ist einfach, Messer in das Unterteil legen und drauf drehen, mit etwas Druck auf die Kenwood setzen, Ihr merkt wenn es passt und festdrehen.
Hier nun ein Standardrezept für Flädle:
500 ml Milch
250 g Mehl (hier Weizenmehl 405)
2 Eier
1 Prise Salz nach Geschmack
Alle Zutaten in den Mixer, ich habe das Mehl zum Schluss dazu gegeben, damit die Flüssigkeit unten ist.

Auch hier gilt: Min bis Max. Ich habe natürlich die Puls-Funktion benutzt und das Mehl klebte am Deckel =D
Also langsam starten und Geschwindigkeit steigern, so vermischen sich die Zutaten sehr gut (am Rand sieht man etwas Mehl, hat nicht weiter gestört).
Insgesamt ca 30 Sekunden mixen und fertig ist der Flädleteig.
Nach dieser kurzen Zeit ist der Teig ohne Klumpen und wirft bereits Blasen. Wer möchte, kann den Teig etwas quellen lassen, dann kommt er direkt aus dem Mixer in die heiße Pfanne.
Und zum Schluss das Ergebnis:
Perfekte Flädle, wie von Oma!
Die Teigmenge ergibt ca 12 große Flädle.
Nun können sie geschnitten werden zur Suppe oder direkt gegessen werden. Für mich gerne mit Käse gefüllt und kurz zurück in die Pfanne. Zum Nachtisch mit Marmelade auch sehr lecker.

Die Reinigung ist ebenfalls unkompliziert. Einmal ausspülen, Wasser mit Spüli rein und Puls.
Danach ist das Messer blitzleblank, der Glasbehälter wegen dem Mehl nicht ganz, ich werde diesen samt Deckel in die Spülmaschine packen.
Die erledigt dann den Rest.
Achtung: das Unterteil vom Messer sollte nicht nass werden!
Ich habe schon einige Flädle
gebacken in den letzten Jahren, doch noch nie so schnell und
unkompliziert. Man braucht nur ein Gefäß, abmessen, wiegen, alles im
Mixer, ebenso die Teigherstellung. Danach direkt in die Pfanne kippen.
Danke des Schnabels kein Problem. Wenn nur das Gewicht nicht wäre! Der
Mixer wiegt leer bereits über 2 kg, mit Flädleteig knapp 3 kg. Damit lässt sich
das Fitnesstraining sparen =D
Was auch neu und ungewohnt ist, die Arbeitshöhe. Die Kenwood ist schon recht hoch, mit dem Mixer oben drauf erst recht. Oben rein schauen ist ohne den Mixer von der Maschine zu nehmen nicht möglich. Vielleicht sollte ich mir ein Höckerchen zulegen?
Das Rezept lässt sich übrigens beliebig verfeinern z. B. mit frischen Kräutern.
Wie esst ihr Flädle am liebsten? In der Suppe, herzhaft oder süß, oder etwa wie ich, am nächsten Tag kalt am Vorbeigehen?
Guten Hunger, Lena
Es ist Sonntag und wir haben Lust auf Kuchen, ich will aber nicht ewig in der Küche stehen.
Ein schnelles Rezept, welches ich gerne backe ist ein einfacher Bienenstich. Geht schnell, schmeckt saulecker und den Kuchen schaffen wir zu zweit =D
Hier das Rezept:
3 Eier
125 g Zucker
125 g Mehl
1 Teelöffel Backpulver
Teig in eine gefettete Springform, mit Mandelblättchen und Traubenzucker bestreuen
ca. 30 Minuten bei 160°C backen
Boden auskühlen lassen, halbieren und mit der Creme füllen. Deckel drauf, fertig.
Creme:
2 Becher Sahne
1 Päckchen Paradiscreme Vanille
Zu Beginn habe ich den Tipp von Katja umgesetzt:
Wir verzichten auf das Schlagen von Eischnee sondern werfen die Eier ganz in die Schüssel. Zucker dazu, Schneebesen rein und los gehts!
Die Kenwood Chef XL Titanium hat soviel Dampf, dass die Zucker-Ei-Masse innerhalb 2 Minuten auf Stufe Max. schaumig ist.
Der Zucker ist vergangen, die Masse wunderbar schaumig und wirft viele Blasen.
Zum Einrühren von Mehl und Backpulver kommt der Flexi zum Einsatz. Hier sieht man ihn in Aktion auf Stufe 2.
Nach ca 30 Sekunden haben wir einen homogenen Teig, der bereit ist, gebacken zu werden.
In diesem Rezept verwende ich Dinkelmehl Typ 630.
Hier der Teig in der Springform.
Der Backofen wurde auf 160°C vorgeheizt.
Den Teig habe ich noch mit Mandelblättchen und Traubenzucker bestreut, passend zum Bienenstich.
Nach ca. 30 Minuten im Backofen und auskühlen lassen hier der Boden einmal halbiert. Feinporig und fluffig, wie er sein soll!
Der Boden wird mit einer schnellen Creme aus Sahne und Paradiescreme bestrichen, Deckel drauf, fertig!
Ja, der Deckel ist etwas dunkel. Ich hatte bisher das Problem, dass die Mandeln nicht ordentlich karamelisiert sind, also habe ich die Temperatur in den letzten 5 Minuten im Ofen etwas erhöht. War wohl zu lange =D
Dieser Boden ist eines meiner Standardrezepte. Brauche ich nur einen Boden nehme ich ca 2/3 des Rezeptes, also 2 Eier. Perfekt für z. B. Obstkuchen.
Dadurch, dass das Schlagen von Eischnee entfällt, ist das Rezept auch an heißen Sommertagen gelingsicher. Und auch für alle, die sich bisher nicht an Bisquit herangetraut haben ist es ein Versuch wert!
Einen schönen Sonntag wünscht euch, Lena.