Nun zu unserem 2. Gang, die süße Variante schwäbischer Dampfnudeln.
Diese werden in einer Pfanne kross gebacken und mit Kompott serviert. Am liebsten eines aus roten Beeren oder gemischt. Auch sehr lecker sind Ringlotten, leider selten zu bekommen. Nehmt das, was euer Vorrat hergibt.
Zutaten:
die übrigen rohen Dampfnudelteiglinge
etwas Öl zum Ausbacken
für das Kompott:
Früchte nach Wahl
ca 250 ml Wasser
Zucker/Honig zum Süßen
Das Öl in der Pfanne erhitzen und die Teiglinge hineingeben. Deckel drauf und ca 5 Minuten mit reduzierte Hitze backen. Der Deckel lässt die Dampfnudeln schön aufgehen, während die erste Seite schön kross wird. Dampfnudeln wenden und ohne Deckel weiter von allen Seiten anbraten.
Ihr könnt sie hochkant stellen um die Kanten zu backen (Außerdem ist das der Trick, sollten sie schon etwas dunkel geworden sein wie hier, damit sie nicht noch dunkler werden).
Nebenher das Kompott zubereiten (es gab eine Handvoll Himbeeren und 2 Äpfel, dazu etwas Zimt) und den Überblick auf dem Herd nicht verlieren :D
Die Dampfnudeln noch heiß genießen und in das Kompott eintauchen, ein Traum!
Diese Variante gibt es bei uns immer nach den herzhaften Dampfnudeln. Man ist quasi satt, braucht aber noch etwas Süßes. Aber: alle hoffen, dass etwas übrig bleibt. Lasst die Dampfnudeln abkühlen und genießt sie am nächsten Tag zum Frühstück. Dafür die ,,nackten" oder gebackenen Dampfnudeln in 1 cm dicke Scheiben schneiden und in Butter anbraten, bis sie schön braun sind. Dazu eine Tasse schwarzen Kaffee. Ein wahnsinns leckeres Frühstück! Die nackten Dampfnudeln sind dann weich und knusprig zugleich, Julians Favorit. Ich mag lieber die krossen Stücke aus gebackenen Dampfnudeln. Wenn Ihr also Dampfnudeln macht, wählt die Menge so, dass auf jeden Fall etwas übrig bleibt!
Es lohnt sich!
Guten Hunger, Lena.
Schwäbische Küche, damit bin ich aufgewachsen. Was darf nicht fehlen? Natürlich Dampfnudeln! Da gibt es verschiedene Varianten, mal süß mal herzhaft, gedämpft oder gebacken. Ich möchte euch mein Lieblingsrezept von Mama zeigen, Dampfnudeln in Schleiferbrühe mit Kartoffeln.
Hier das Rezept:
750 g Mehl
30 g frische Hefe
3 Eier
ca 1/2 Liter Milch
1,5 TL Salz
für die Schleiferbrühe:
ca 500 ml Wasser
4 Kartoffeln
2 TL Butter
2 TL Salz
Mehl, Eier und Salz in die Schüssel geben, Hefe in einem Schluck warmer Milch auflösen und dazu geben. 1/4 L Milch dazu geben und mit der Kenwood auf Stufe 1 kneten. Nach und nach die Milch dazugeben, bis der Teig die richtige Konsistenz hat. Er sollte nicht zu kompakt sein, lieber etwas zu weich.
An einem warmen Ort ca 1 Stunde gehen lassen, Ihr seht das Volumen im Vergleich.
Danach den gesamten Teig wiegen. Hier waren es 1,3 kg, also habe ich 10 Teiglinge á 130 g abgewogen und rundgewirkt.
Die Teiglinge auf dem Brett zugedeckt nochmals 30 Minuten gehen lassen.
Die Kartoffeln schälen und in 5mm dicke Scheiben schneiden. Wasser mit Butter und Salz zum kochen bringen, Kartoffelscheiben hinein und die Dampfnudeln in das kochende Wasser setzen. Deckel drauf und auf kleiner Flamme köcheln lassen. Achtung: Niemals den Deckel öffnen!! Sonst fällt euch alles zusammen und die Arbeit war umsonst.
Setzt nicht zu viele Dampfnudeln in einen Topf. Die gehen ordentlich auf! Ich habe meist einen 2. kleineren Topf. Dieses mal habe ich 4 und 2 zusammen gemacht.
Nach 15 bis 20 Minuten auf dem Herd sind die Dampfnudeln fertig. Ihr seht, die brauchen ordentlich Platz!
Nehmt einen Topf mit Glasdeckel, so könnt Ihr ein wenig beobachten was passiert. Das Wasser muss immer köcheln. Außerdem wird die Neugier gestillt :D
Nun der spannende Moment: Die Esser dürfen sich an den Tisch setzen, man stellt den Topf in die Mitte und öffnet den Deckel. Bleiben die Dampfnudeln schön oder fallen sie zusammen? Schon als Kinder haben wir es geliebt den Kopf über den Tisch zu strecken und diesen Moment mit oooohs und aaaaahs zu kommentieren.
Man schöpft sich eine Dampfnudeln, zieht sie mit zwei Gabeln vorsichtig auseinander, nicht zerdrücken! Dann etwas Brühe und Kartoffeln darüber und genießen!
Ich mag diese herzhafte Variante so sehr, weil ein rein süßes Mittagessen nicht meins ist. Außerdem sind die Dampfnudeln saftig weich und überhaupt nicht trocken.
Habt Ihr mitgezählt? Es gibt noch 4 übrige Teiglinge. Was damit passiert zeige ich euch im nächsten Eintrag, die süße Variante. Bei uns gibt es immer beide hintereinander :D
Lasst es euch schmecken, Lena
Es ist Sonntag, es gibt Kuchen! Naja eigentlich Torte. Aber es wurde nur ein Kuchen. Dank kleinerer Unfälle, größerer Katastrophen und einer Portion Unwissenheit. So ist das nunmal, wenn man neue Sachen ausprobiert. Man bezahlt Lehrgeld und kann hoffentlich dazu lernen. Ich zum Beispiel weiß jetzt: Wasserbad bedeutet nicht, die Schüssel ins Wasser zu stellen sondern lediglich darüber in den Dampf und Vorsicht mit der Hitze! Außerdem habe ich gelernt, Buttercreme ist eine Zicke. Ja kann ich bestätigen nachdem sie mir zwei mal geronnen ist :D
Aber wisst Ihr was? Meiner Familie ist das wurscht! Der Kuchen, der eine Torte werden sollte war lecker. Saulecker! Und deshalb gibt es heute doch einen Eintrag, nachdem ich gestern kurz davor war aus Frust alles an den Nagel zu hängen :D
Erstmal nur das Rezept vom Boden, der ist unfassbar schokoladig, saftig und wird auf jeden Fall wieder gebacken. Die Creme lassen wir außen vor. Dazu gibt es dann extra Rezepte mit Tricks und Kniffen, wenn ich es irgendwann raus habe.
Bis dahin kommen Früchte und Guss auf den Bisquit :D
Hier das Rezept:
180 g Mehl (hier Dinkel Typ 630)
130 g Zucker
3 Eier
1 Pkg Vanillezucker
150 g Milch
130 g Pflanzenöl (geschmacksneutral)
40 g Kakaopulver
1 Pkg Backpulver
1 Prise Salz
Eier, Zucker und Vanillezucker mit dem Schneebesen schaumig schlagen. Die Masse wird luftig, dick und hell. Dann Öl und Milch hinzufügen und glatt rühren.
Mehl, Kakao, Backpulver und Salz in die Schüssel sieben und kurz unterrühren, bis eine homogene Masse entstanden ist.
Ein Backpapier in die Springform spannen, den Rand einfetten. Teig hineingeben und im vorgeheizten Backofen bei 180°C ca 40 Minuten backen. Ich habe die Stäbchenprobe gemacht. Den Boden aus der Springform nehmen und auf einem Gitter auskühlen lassen.
Fertig ist ein leckerer Boden der sich nach Belieben belegen, beschmieren und verzieren lässt. Wollt Ihr nur einen Boden, macht das halbe Rezept oder backt den Teig auf einem Blech.
Natürlich will ich euch den verunfallten Kuchen nicht vorenthalten. Der Boden ist aufgerissen und leider am Auskühlgitter hängen geblieben. Das habe ich mit einem Schokoüberzug kaschiert. Dieser wurde dann bretthart und hat beim Anschneiden den ganzen Kuchen zerdrückt :D
Die Swiss-Meringue-Buttercreme mit passierten Himbeeren verfeinert (Ja ich habe Himbeeren durch ein Sieb gestrichen! Was für eine sau Arbeit) war leider ein solches Desaster, dass ich das Rezept hier vorerst nicht veröffentlichen möchte. Erst muss das klappen. Eigentlich sollte es soviel luftige Creme werden, dass 3 Böden und die Torte rundherum damit bestrichen werden können. Mein trauriger Rest hat immerhin für eine Schicht gereicht :D Nachdem mir das Ganze zwei mal geronnen war hatte ich genug und habe das was übrig war auf den Boden geschmiert und in den Kühlschrank gestellt.
Hauptsache nicht mehr sehen müssen.
Aber was solls, es klappt nicht immer alles auf Anhieb. Man sollte sich nur nicht entmutigen lassen :D Und dann gibt es eben Kuchen statt Torte.
Habt Ihr Tricks wie das besser klappt? Oder einfache Rezepte für Cremes?
Einen guten Wochenstart, Lena